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Sport Blick 2009 (Zeitung der Stadt Wedel)Segelverein gibt jungen Menschen ein ZielVorbildlicher Einsatz für Jugendliche Von Jörg Frenzel Zweifellos, es gibt Netteres und Sinnigeres für Jugendliche, als die Freizeit mit Spiele-Konsolen und bei Fernsehsendungen der Marke "Deutschland sucht den Superstar" zu verdröhnen. Der Segel-Verein Wedel-Schulau mit seinem Oldtimer-Projekt ist nur ein Beispiel dafür: Hier wächst Spaß, Verantwortungsbewusstsein und Team-Geist, und dümmer werden die Kids vom Handwerkern auch nicht. Der SVWS steht mit seiner Arbeit in einer Reihe von Hunderten von Vereinen im Kreisgebiet, die sich genauso engagiert um junge Menschen kümmern, ihnen Ziele geben und helfen, sie mit eigenen Mitteln zu erreichen - und die Kinder und Jugendlichen so fürs Leben stärken. Deshalb an dieser Stelle mal ein dickes "Dankeschön!" an die Vereine und ihre ehrenamtlichen Helfer - und an die Entscheider in den Kommunen und Unternehmen die herzliche Bitte: Unterstützen Sie solch tolle Initiativen so kräftig Sie können! Wedel: 22 Jugendliche restaurieren eine Oldtimer-Piraten-Jolle Von Jörg Frenzel Engagement dieser Saison zahlt sich aus für die SVWS-SegelsportlerDie Piraten-Crews des Segel-Vereins Wedel-Schulau (SVWS) kamen bei den Landesjugendmeisterschaften vor Travemünde ganz groß raus. Arne Habermann (17) und Vorschoterin Christine Schmitt (18) belegten den ersten und ihre Vereinskameraden Matthias Adomat (18) mit Vorschoter Julius Raithel (16) den zweiten Platz. Nach den Worten von Trainer Andreas Milow sind diese Erfolge umso höher zu bewerten, da das 20 Schiffe große Feld qualitativ gut besetzt war. "Da waren viele gute Segler, und wir haben die Besten", strahlte Milow. Auch mit den Ergebnissen der Duos Maureen Dresler/ Kai Betz (15. Platz) sowie Lena Andresen/Daliah Lev-Chaim (17. Platz) ist Milow zufrieden, denn diese beiden Teams sind noch vergleichsweise unerfahren. Und mit Windstärken bis zu sechs Beaufort und Wellenhöhen bis zu etwa zwei Metern waren die Fahrten sehr anspruchsvoll. Für die SVWS-"Piraten" klingt damit eine Saison aus, in die sie erhebliches Engagement investierten, das sich nun auszahlte. Seit dem Schlei-Trainingslager im Frühjahr waren die Wedeler auf jedem größeren Segelereignis von Kieler über Travemünde bis zur Warnemünder Woche vertreten. Und obwohl die Trainingsbedingungen auf der Elbe wegen der Tide nicht gerade gut sind, mühen sich die SVWS-Crews nach Kräften, in jedem verfügbaren Moment aufs Wasser zu kommen das vielleicht gerade dann da ist, wenn man in der Schule sitzen muss. In der nächsten Saison muss Steuermann Arne Habermann sich jemand anders für die Vorschot suchen, zumindest für die Regatten im Jugendbereich. Christine Schmitt hat die Altersgrenze überschritten. Zu den Wettkämpfen für Erwachsene tritt das Duo Habermann/Schmitt, das seit rund vier Jahren gemeinsam segelt, weiterhin an. Auch Optimisten-Segler des SVWS waren bei den Landesjugendmeisterschaften vertreten. Malte Dombeck (12) kam in der Klasse Opti A auf den elften von 36 Rängen. erschienen am 17. September 2007 im Hamburger Abendblatt Bugwelle verletzt drei KinderRegatta: Segelboote wurden durcheinandergewirbeltTragisches Ende einer geplanten Segelregatta in Wedel: Die Bugwelle des 184 Meter langen Containerfrachters "Cristina A." hat eine Gruppe von 13 Segel-Kindern zusammenstoßen lassen. Drei Jungen wurden dabei verletzt. Die Wasserschutzpolizei ermittelt nun gegen Savas Y. (55), den Kapitän des unter türkischer Flagge fahrenden Schiffes, wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs. "Die Kinder haben sich gerade für eine Regatta am Strand fertig gemacht", berichtet Nico Bilzinger, Jugendobmann des Segel-Vereins Wedel-Schulau. "Dann kam plötzlich die Welle." Die ließ die Jollen umherwirbeln. Dabei wurden drei Jungen im Alter von fünf, sieben und zwölf Jahren zwischen den Booten eingequetscht. Sie kamen anschließend in Krankenhäuser. Der Älteste wird wegen des Verdachts auf einen Milzriss untersucht. Die Wasserschutzpolizei ging später an Bord des Containerfrachters, um die Ermittlungen aufzunehmen. Dort musste der Kapitän eine so genannte Sicherheitsleistung bezahlen. Zwar gibt es vor Wedel keine Geschwindigkeitsbegrenzung. Dennoch sind die Kapitäne verpflichtet, nur so schnell zu fahren, dass niemand gefährdet wird. Segelobmann Bilzinger kündigte an, Strafanzeige wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung zu stellen. Bei einem ähnlichen Unfall vor Wittenbergen im Juni 2007 sind fünf Menschen von einer Bugwelle mitgerissen und verletzt worden. sba/at/jfr erschienen am 19. Juli 2008 im Hamburger Abendblatt "Odin" sorgt für TiefgangWedel: Räumboot spült Schlick aus dem Schulauer HafenAbgelagerte Sedimente werden mit Hochdruck rund um die Uhr abgetragen. Die Stadt investiert 200 000 Euro. Von Jörg Frenzel "Große Fahrt" sieht anders aus. 20 Meter hin, 20 Meter her. Immer und immer wieder. Die "Odin" macht zwar reichlich Meilen, bewegt sich aber trotzdem nicht aus dem Schulauer Hafen in Wedel heraus. An Bord sind Richard Verhage und Simon McCullogh. Ihnen kommt es auch nicht auf Entfernungen an, sondern vielmehr auf die Tiefe des Wassers. Die "Odin" baggert derzeit den Schulauer Hafen frei. Jedenfalls macht sie das, was Landratten so unter "baggern" verstehen. Denn eigentlich ist der Begriff völlig falsch. Hier wird kein Material auf Schaufeln oder Eimerketten genommen und irgendwo anders abgeladen. Vielmehr kommt unter Wasser noch mehr Wasser zum Einsatz. Tjebbe Dijkstra, Oberbauleiter der Firma Brewaba, die zum holländischen Bagger-Spezialisten Van Oord gehört, erklärt: "Wir pumpen über Düsen viel Wasser mit einem Druck von etwa einem Bar in den Untergrund. So wird der Schlick verflüssigt und mit dem Tidenstrom herausgezogen." Etwa eine Stunde nach Hochwasser beginnen Verhage und McCullogh, vier, fünf Stunden später hören sie auf - während jedes Hochwassers, also auch nachts. Die "Odin" schnurrt dabei nicht lauter als ein kleines Tucker-Boot, sodass Nachbarn keinen Grund zur Beschwerde hatten. Und selbst in stockfinsterer Nacht könnte die Arbeit weitergehen. Denn der Schulauer Hafen ist im Navigationscomputer der "Odin" perfekt abgebildet - per GPS-System manövrieren die Männer bis etwa auf einen halben Meter genau. Am tiefsten, nämlich 4, 50 Meter, wird es dort, wo die Lühe-Schulau-Fähre anlegt. Am Ende des Hafens soll mit etwa einem Meter Tiefe zumindest noch für kleine Motorboote ständig "eine Handbreit Wasser unter dem Rumpf" vorhanden sein. 200 000 Euro gibt die Stadt für die Grundsanierung aus - eine Summe, die den Segel-Verein Wedel-Schulau als Pächter komplett überfordert hätte. Doch immerhin legen die Segler bei den kleinen Arbeiten jede Menge Engagement an den Tag, um den Hafen in Schuss zu halten. erschienen am 13. März 2008 im Hamburger Abendblatt Schulauer Hafen soll vom Schlick befreit werdenAbgelagerte Sedimente werden mit Hochdruck rund um die Uhr abgetragen. Die Stadt investiert 200 000 Euro. Von Jörg Frenzel Jetzt geht's endlich los: Nach Jahren, in denen der Schulauer Hafen durch Sedimenteintrag mehr und mehr verflachte, soll das Becken von Dienstag an wieder auf Tiefe gebracht werden. Insgesamt 200 000 Euro lässt sich die Stadt Wedel die Arbeiten am Hafen kosten, mit dem sie noch Großes vorhat. "Odin" heißt das Räumboot der Wasserbaugesellschaft Bremen, das etwa 14 Tage lang jeweils kurz vor Hochwasser die Arbeit aufnehmen wird - auch nachts und am Wochenende. Denn die Tide muss mithelfen, die bis zu 25 000 Kubikmeter Schlick über den Elbstrom fortzuschaffen. Gearbeitet wird nach dem Wasserinjektionsverfahren. Düsen pressen Wasser in den Hafengrund und wirbeln Sedimente auf, die mit dem ablaufenden Wasser aus dem Becken herausgezogen werden. So soll Material in einer Stärke von einem bis zu zwei Metern abgetragen werden. Im vorderen Bereich des Hafens, wo die Lühe-Schulau-Fähre anlegt, wird eine Tiefe von vier Metern bei Normal-Null und im hinteren Bereich eine Tiefe von einem Meter angestrebt. Derzeit ist dieses Gebiet nur noch ein Schlickloch und nicht zu nutzen. Eigentlich wäre es gar nicht Aufgabe der Stadt, diese teure Vertiefung zu erledigen. Seit 1986 ist der Hafen an den Segel-Verein Wedel-Schulau (SVWS) verpachtet. Nur 5000 Euro hatten die Segler jährlich zu zahlen, aber die Verpflichtung übernommen, das Becken auf einer Tiefe von 1,50 bei mittlerem Tiden-Niedrigwasser zu halten. Zunächst klappte das auch ganz gut, jedoch wurde seit Ende der 90er-Jahre nichts mehr getan. Konsequenzen: Der Hafen verflachte langsam, Lieger wanderten ab, dadurch wurden immer weniger Liegegebühren eingenommen, mit denen man eine Vertiefung hätte finanzieren können. Sie blieb aus, das Dilemma begann von vorn - ein Teufelskreis. Hinzu kam die Problematik, dass die SVWS-Mitgliedschaft quasi dreigeteilt ist. Eine Gruppe hat ihre Schiffe an der Ostsee, eine im Hamburger Yachthafen und eine schrumpfende dritte Gruppe im Schulauer Hafen. Bei den Ostsee- und Yachthafenliegern hielt sich deshalb die Begeisterung darüber, Geld für den Schulauer Hafen auszugeben, in Grenzen. Um den Hafen nicht ganz aufzugeben, sprang die Stadt ein. "Wenn wir alles hätten durchsetzen wollen, was uns nach dem alten Vertrag geschuldet war, hätte der SVWS aus wirtschaftlichen Gründen ganz aufgegeben", so Bürgermeister Niels Schmidt. Laut einem neuen Vertrag wird der SVWS von den Unterhaltungsarbeiten freigestellt, zahlt aber 10 000 Euro Jahrespacht sowie drei Viertel jener Summe, die über vereinnahmte Liegegebühren von 15 000 Euro hinausgehen. Unterdessen sind die jährlichen Vertiefungsarbeiten im Hamburger Yachthafen abgeschlossen. Nach dem gleichen Verfahren hat der Bagger "Akke" rund 90 000 Kubikmeter Sediment gelöst und in die Elbe gespült. erschienen am 29. Februar 2008 im Hamburger Abendblatt |
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